Donnerstag, 27. Oktober 2016

♥♥31. Arbeitswechsel - Jobben mit Backpacker Konditionen

G'Day ihr Lieben,

sieht es gut in Australien mit dem Arbeiten aus?
Wie ihr sicher schon mitbekommen habt, hatte ich bereits viele Jobs seitdem ich hier bin.
Ich hatte die Möglichkeit viele Bereiche zu entdecken und Erfahrungen zu sammeln, was ich wirklich zu schätzen weiß. Ich habe viele Dinge gelernt. Nicht nur weiß ich jetzt sicher, was ich machen möchte wenn ich zurück in Deutschland bin, sondern ist mir auch bewusst geworden, dass man Menschen nicht nach ihrem Beruf beurteilen sollte. Letztendlich geht es nämlich nicht darum,  wie viel man verdient oder wie der eigene Beruf in der Gesellschaft angesehen wird, sondern dass man mit dem was man macht glücklich ist.

Glaubt mir, ich kann da ein Lied von singen, denn wenn man mit dem Working Holiday Visum unterwegs ist und noch nicht die größte Arbeitserfahrung mit sich bringt, dann nimmt man eigentlich alles an, was man bekommt.
In diesem Post erzähle ich euch ein bisschen etwas über jeden Job, inkl. den Arbeitsbedingungen, den ich hier in Australien ergattern konnte. Ich habe mich dafür entschieden diesen Post jetzt schon zu schreiben, da ich die nächsten sechs Monate bei meinem jetzigen Arbeitgeber bleiben möchte.

Meinen ersten Job habe ich offiziell am 21.07.2016 bei Petals & Pinecones in Atherton begonnen. Das ist ein kleines Familienunternehmen, indem Kaffee, Kuchen und außergewöhnliche Kreationen verkauft werden, aber auch Möbel und Dekoration.
Ich habe mit 12h in der Woche begonnen dort zu arbeiten und bin nachher bis auf 38h die Woche gekommen. Es hat super viel Spaß gemacht dort zu arbeiten, denn man war ein Teil einer kleinen Familie, der ,,P&P Familie''. Insgesamt habe ich dort drei Monate und ein paar zerquetschte Wochen gearbeitet, bis ich gekündigt habe um mit meinem Partner nach Cairns zu gehen.


Am 02.08.2016 habe ich mich zudem im Nightfill bei Atherton SUPA IGA versucht. Das ist im grundgenommen das packen der Ware, aber hier wird es während der Nacht gemacht, wenn sich keine Kunden mehr im Laden befinden. Dieser Job war ebenfalls großartig und hat mega viel Spaß gemacht. Er war echt super entspannt und man hatte Spaß mit den Kollegen. Die Uhrzeit war hier aber leider das Problem, denn da ich kein Auto hatte musste ich entweder ein Taxi nehmen (die in den Tablelands nicht wirklich zuverlässig sind) oder Arbeitskollegen fragen, ob sie mich mitnehmen können, denn Nachts um 12 Uhr noch 1 Stunde nach Hause laufen ist nicht so die beste Idee... Zudem habe ich den Job gleichzeitig zu dem P&P Job gehabt und musste dadurch so viele Steuern zahlen, dass sich der 2. Arbeitsplatz nicht mehr gelohnt hat. Deswegen habe ich mich dann dafür entschieden den Job nach einigen Wochen aufzugeben, obwohl er wirklich toll war.

Als dann fest stand, dass Nathan und ich zusammen nach Cairns ziehen möchten, habe ich mich online über SEEK.com.au bei einigen Jobs beworben und innerhalb von einer Woche einen Job in Cairns gehabt- im Bayleaf Restaurant. Ausgeschrieben war eine Stelle an der Rezeption, aber als ich dann mein Interview hatte wollte man mich ab dem 27.09.2016 als Kellnerin im Restaurant. Ob das ein Trick war? Keine Ahnung, aber ich habe zugestimmt, da ich somit fürs erste einen Job in Cairns hatte. Die Stunden waren dann auch ganz gut. Ich bin mit 25h die Woche eingestiegen, aber ich habe immer die Nachtschichten bekommen.
Ich konnte mich nicht ganz mit dem Job anfreunden und hatte auch nicht den optimalen Start, denn nach der ersten Woche im neuen Job hatte ich den Autounfall, nachdem ich erstmal ein paar Tage aussetzen musste... Das fanden die Manager zwar nicht so toll, aber haben es geduldet, da sie meine Arbeit mochten. Ich konnte mich selbst aber nicht so recht mit dem Job in Einklang bringen. Die Kollegen waren zwar super lieb und auch die Arbeitsatmosphäre war nicht schlecht, aber diesen Job wollte ich einfach nicht für die Rest meiner Zeit hier machen... Somit habe ich mir etwas anderes gesucht, und den Reef Job bekommen.

Hier wurde mir ab dem 16.10.2016 eine Halbtagsstelle angeboten mit festen freien Tagen. Ich hatte mich super auf diesen Job gefreut, denn ich hatte ihn so toll in Erinnerung. Als ich dann allerdings angefangen habe, war alles anders als damals und als abgesprochen. Meine Aufgaben bestanden darin 5 Tage in der Woche 10h lang (das nur zu halbtags) Geschirr einzusammeln, abzuwaschen und die seekranken Passagiere zu versorgen. Also nichts, was ich für die nächsten 6 Monate jeden Tag machen wollte. Der Fakt, dass ich aus Zeitmangel einfach keine Freizeit haben konnte und dass, obwohl ich hier bin um Dinge zu erleben und entdecken. Dies hat mich unglücklich gemacht und ich habe angefangen zu überlegen, was mich in der Zeit hier in Australien glücklich machen könnte und mir die Kriterien bietet, die mir wichtig sind. Letztendlich habe ich bei Great Adventures gekündigt. Allerdings hatte ich trotzdem eine schöne Zeit und hier sind ein paar Fotos:










Glücklicherweise habe ich schnell etwas neues bekommen und das auch noch direkt vor meiner Haustür! Und zwar erneut bei IGA in Cairns aber diesmal als Kassiererin. Dort ist im Moment alles im Prozess und ich werde am 08.11.2016 beginnen zu arbeiten. Viele von euch werden sich jetzt bestimmt die Frage stellen, wieso ich den Great Barrier Reef Job gegen einen Platz an der Kasse eingetauscht habe und meine Antwort ist, dass ich jetzt endlich mehr Zeit habe und glücklich sein kann!

Update am 11.09.2017: 
Nach 6 Monaten bei IGA kann ich mich immer noch nicht beschweren. Der Job war wirklich toll, ich hatte tolle Mitarbeiter, habe mein Geld immer pünktlich bekommen und auch sonst war alles gut. Das einzige was ein wenig negativ war, waren die unregelmäßigen Stunden. So konnte ich in einigen Wochen mehr verdienen als in anderen. Aber auch das war kein riesiges Problem und ich bin letztendlich bis zu dem 08.05.2017 dort geblieben. Nach den 6 Monaten musste ich mir noch einmal etwas neues Suchen, was sich etwas schwieriger für nur 2 Monate gestaltete, aber auch dies war letztendlich kein Problem. Ich habe dann noch für die restliche Zeit in einem kleinen Kaffee gearbeitet und habe es abgöttisch dort geliebt!